Projekte

Projekt ION

Fünf Künstler*innen, 19.000 m³ leerer Raum, 28 Tage. Das ist das Kunstprojekt ION. Im September wird die Kirche St. Matthias in Neuwied leer geräumt – alles muss raus. 28 Tage dürfen wir Leere UND Fülle erfahren. Leere kennen wir: In der Kirche, in uns selbst, in so mancher Fußgängerzone und Stadt. Die fünf Künstler*innen werden sich mit dem leeren Kirchenraum auseinandersetzen und hoffentlich erfüllend damit umgehen. Wir glauben: Kunst kann Anstöße geben und Ideen freisetzen, die Kreise ziehen. Seien sie dabei – es wird viel Spannendes und Aufregendes geben.

https://projekt-ion.org

 

 

„Mach’s Fenster auf, dann siehst du ein Alien“
Extraterrestrische Texte mit der Vorlesegemeinschaft Gutes von Übermorgen

Ein Besuch im Einrichtungshaus kann ungeahnte Folgen zeitigen. Gerade eben nehmen Sie noch zaghaft auf der kühlledernen Polsterung eines exklusiven Lehnstuhls Platz, schon strebt das Sitzmöbel mit aller Gewalt Richtung Zimmerdecke. An Mondmann und Venus vorbei geht die wilde Fahrt in immer fernere und absonderlichere Galaxien. Wie gut, unter diesen Umständen die Textonauten der Vorlesegemeinschaft ›Gutes von Übermorgen‹ an Ihrer Seite zu wissen …
Es lesen, tönen und schweben für Sie Angehörige der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und des LyrikLabors Mainz.

ESF Jahresveranstaltung „digitales Lernen – alle Talente fördern“

Sound-Klang-Kompositionen zum Thema digitales Lernen
Teil 1: Computersprache
Sprachprogramme zitieren Texte über den Aufbau eines Computers; typische Klänge und Sounds eines PCs kombiniert mit Morsezeichen. Dazu Videoprojektionen über Sinusfrequenzen und Texteinblendungen.

Teil 2: Frequenzen
computergenerierte und -programmierte Klänge (super collider) combiniert mit Fachbegriffen aus der EDV, gesprochen von computergesteuerten Sprachprogrammen. Dazu die Verbildlichung des Tones anhand einer Frequenzanalyse der programmierten Klänge und Textausschnitten zum Thema lernen.

Klangimprovisation zu Hildegard von Bingen

Melodien aus den Werken von Hildegard von Bingen arrangiert für Marimba. Klangperformance und Improvisation über mittelalterichen Kompositionstechniken (Tropus, Sequenz, hexachordisches Tonsystem) und rhythmische Experimente über Tempus perfektum und Tempus imperfektum)

Ordo virtutum für Marimba, Teil 1

11 – Performance zur Verabschiedung der Runde 5 von Kunst-Mentoring (2016)

11 Künstlerinnen, die in der Runde 5 teilgenommen haben.
11 Boxen, die ausgestellt werden mit jeweils 11 Arbeiten der 11 Künstlerinnen.
Dementsprechend habe ich eine Performance in mehreren Teilen konzipiert, welche auf der Zahl 11 basiert:

Im ersten Teil: laut und rhythmisch. 11/8 Takt in verschiedenen rhythmischen Unterteilungen
2 hohe Toms, Bass-Drum, Woodblock
Im zweiten Teil: leise und klangvoll. Elf verschiedene Klangerzeuger und Instrumente im Wechselspiel. Was ist Instrument – Was ist Gegenstand?
Kristallschalen, Bremstrommeln, Wind-Chimes, Agogo-Bell, Bronzefigur, Rainmaker, Fingerzimbel, Axtkopf, Marimba, Shells, Kalimba
Im dritten Teil: „11-Ton-Musik“
Marimba

http://www.kunst-mentoring.de

„Funkenschläge ** Étincelles“ (2016)

Eine gemeinsame Veranstaltung der JGU, der Hochschule für Musik an der JGU, dem Lyriklabor Mainz und dem Institut Français.

Inspiration entspringt nicht im luftleeren Raum, sondern in der Begegnung mit dem, was vor uns gedacht, gefühlt, geschrieben wurde. In dieser Reibung entstehen Funken, die Epochen- und Ländergrenzen mit Leichtigkeit überwin- den. Der heutige Tag lädt Sie ein, den Funkenflug über dem deutsch-französischen Kulturhimmel zu entdecken. Diderot und Schiller, E. T. A. Hoffmann und Théophile Gautier, Louise Labé und Rainer Maria Rilke – fünfzehn Paarungen aus acht Jahrhunderten möchten Ihnen anschaulich machen, wie wenig die deutsche Literatur ohne die französische, wie wenig die französische ohne die deutsche zu denken ist.

Mein Beitrag erfolgte im Rahmen einer interaktiven Klanginstallation zu E.T.A. Hoffmann.

„Der Meister und Margarita“ (2017)

Lesung mit Performances zu Michail Bulgakov -Der Meister und Margarita in der Mainzer Altstadt

„Der Teufel sucht Moskau heim, ein bürokratisches und totalitäres Moskau. Mit seinem Gefolge führt er die Habgier der Einwohner vor, straft unbarmherzig und mit bissigem Humor. Durch das lustig-schaurige Chaos streifen zwei Menschen auf der Suche nach dem richtigen Leben im falschen: der Meister und Margarita.
Michail Bulgakows Roman ›Meister und Margarita‹ ist eine scharfe Satire auf ein totalitäres Regime und zugleich eine Parabel von Schuld und Vergebung. Geschrieben in den zwanziger und dreißiger Jahren, wurde der Roman erst 1966 veröffentlicht und hat seitdem den Status eines Kultbuchs nicht verloren.
Das Lyriklabor bringt den Meister an den Rhein. Mainz wird Moskau, Wohnungen, Lokale und Geschäftsräume rund um die Augustinergasse verwandeln sich in die Handlungsorte des Romans. Ausgestattet mit Karte und Reisepass kann der Besucher sich frei bewegen und an den verschiedenen Stationen Mosaike von Bulgakows Welt entdecken. Lesungen stehen dabei neben Typographie, Klangkunst und Tanz.

 

Ausstellung Carlo Mierendorff / Atmosphäre Weimar (2016)

Klangcollage zur Atmsophäre Weimar im Rahmen der Ausstellung in der Gedenkstätte KZ Osthofen.

Musik, Reden, Geräusche, Klänge aus der Zeit der Weimarer Republik wurden in einer Collage zusammengestellt und mit Zitaten von Carlo Mierendorff, Carl Zuckmayer und Anna Seghers versehen.

Klänge, Geräusche, Musik und Reden: Klangarchiv des SWR
Sprecher: Florian Küppers, Johannes Hill, Veronika Weingärtner, Sabrina Geckeis

http://www.gedenkstaette-osthofen-rlp.de
http://www.projektosthofen-gedenkstaette.de

20000 Zeilen unter dem Meer (2015)

Klangcollage zur Vorleseveranstaltung „20000 Zeilen unter dem Meer“ am 20.11.2015

Klangcollage

Traumwelt unter Wasser

Musik zur Himmelsleiter – Klangspiele für Schlagwerk (2015)

aufgeführt 8.11.2015 in der Christuskirche Mainz

Soundbeispiele Part 1-4

klingende Räume (2015)

zum  Event „3malklingeln“ in der Mainzer Neustadt und im Bleichenviertel

“…3xklingeln!” bedeutet, bildende Künstler, Musiker, Autoren und Performer werden dazu eingeladen, sich in privaten Räumen in der Mainzer Neustadt zu präsentieren. In meiner Arbeit stehen aber nicht die Künstler, sondern die Räume im Mittelpunkt: Wie klingt der Raum? Was belebt ihn? Wie wird er durch die Bewohner zum Leben erweckt? Welchen Charakter hat der Raum?

Vier verschiedene Räume – so unterschiedlich sie nur sein können – werden von mir zum Klingen gebracht. Ob nun ein Wohnzimmer, eine Küche, ein Kellerraum, ein Innenhof oder eine Werkstatt; jeder Raum hat seinen Charakter und seinen individuellen Ausdruck, der in den einzelnen Performances in den Mittelpunkt gestellt wird.

http://www.allgemeine-zeitung.de/mediathek/videos/region/mainz-kunst-in-privaten-raeumen_4514472893001.htm

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Beat (2015)

Komposition für Schlagwerk, Klavier, Alltagsgeräusche

Flow (2014)

Motoren, Zahnräder.
Wasser, Feuer, Luft.
Trommelwirbel, schwingende Klaviersaiten, Klangplatten.
Alles schwingt, alles fließt und befindet sich im Flow. Zuhören. Sehen. Spüren. Eine Aktion führt zu einer Reaktion. Flow als eine aktive Tat in Gestalt einer Reaktion!

Eine Live-Performance mit Raumkomposition und Lichtspielen in einer speziell auf die ESG konzipiertes, raumumfassendes Erlebnis aus Klang, Geräusch, Ton, Bild, Animation und Performance. Der Wahrnehmer ist dazu eingeladen, das Experiment „Flow“ als einen aktiven Zustand in einer passiven Aktion mit zu gestalten.

Konzept, Komposition, Lichtgestaltung: Nathalia Grotenhuis

Performance: Khyra Antczak, Nathalia Grotenhuis

Videoauszug

Soundstudien (2014)

Eine Reihe kurzer Stücke, in welchen die klanglichen Eigenheiten verschiedener Instrumente und Gegenstände gestaltet werden. In diesen Studien werden gewöhnliche alltägliche Gegenstände wie Flummis, Tischtennisbälle, Stricknadeln zu Musikinstrumenten; gleichzeitig werden etablierte Instrumente zu Geräuscherzeugern.

Diskurs (2014)

für kleine Trommel, hohe Tom und Querflöte

Diskurs entstand als Performance-Stück für kleine Trommel, kleine Tom und Querflöte. Konzipiert wurde es in den ersten Tagen militärischen Kampfhandlungen in Israel und dem Gaza-Streifen im Sommer 2014, während die Welt die Augen auf Brasilien und die Fußball-Weltmeisterschaft richtete.

In dem später aus dieser Performance entstandenen Stück „Diskurs“ werden diese Widersprüche thematisiert. Auf der einen Seite das bewusste Sich-Ablenken-Lassen vom Elend einzelner Bevölkerungsgruppen, zum Anderen die Diskrepanz eines Krieges im Auge des jeweiligen Betrachter: Durch verschiedene Klangfarben, Spieltechniken, ungerade Rhythmen, Akzentver- schiebungen und anderen für die militärische Trommel untypischen Effekten wird diese durch die Militärmusik geprägte Trommel von ihrem ursprünglichen Sinn losgelöst und entwickelt eine ihr eigene Sprache: Der traditionell im Vordergrund stehende Rhythmus rückt zur Seite und lässt dem Klang ihren Vortritt.

Plastik (2014)

Wie viele Lebensmittel in Ihrem letzten Einkaufswagen wurden ohne Verwendung von Plastik verpackt? Plastik gehört zu den im alltäglichen Leben am häufigsten genutzten Substanzen. Wie sehr wir von dem „Element“ Plastik abhängig sind, zeigt die unbewusste Verwendung des Materials: Die in dieser Installation verwendeten Schalen werden in der Lebensmittelindustrie unter anderem zum Verpacken von Salat, Kuchen, Fertiggerichten verwendet. Der Betrachter bringt durch eine Annäherung und eine interaktive Steuerung die Objekte in Bewegung und damit zum Klingen. Die durch Mensch und Natur entstehenden Geräusche zeugen von einer enormen Wechselwirkung des Materials Plastik und der Umwelt.

Zu sehen auf der Open Expo Trier; Klangkunstausstellung in der Tuchfabrik; 7. – 27. Februar 2014

 

Kurz-Dokumentation

Kurz-Dokumentation2

Go forward (2013)

Ein Klangstück zur Grabinschrift von Kurt Weill:

A bird of passage out of night
Flies in at a lighted door,
Flies through and on in its darkened flight
And then is seen no more.

This is the life of men on earth
Out of darkness we come at birth
Into a lamp-lit room, and then
Go forward into dark again.

Affekte 2.0 (2013)

Réne Descartes beschreibt in seiner Affektenlehre von 1649 sechs Grundaffekte, aus denen sich alle Emotionen ableiten lassen: Freude, Hass, Liebe, Trauer, Verlangen und Bewunderung.

Meine Frage war: Wären diese Affekte in unserer heutigen Welt noch dieselben? Wie würden diese sich anfühlen? Anhand von 6 Gedichten aus dem Expressionismus wollte ich versuchen, die modernen „neuen Affekte“ zum Klingen zu bringen. In einer mehrkanaligen Rauminstallation mit mehreren Sprechern sollen Momentaufnahmen dieser Emotionen gezeigt werden.

Ausgestellt wurde die Installation 2013 im Rahmen von Mainz Musik

http://www.swr.de/swr2/kultur-info/klangfarben-musikfesitval-mainz/-/id=9597116/did=11634312/nid=9597116/rszi3l/index.html

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Video

Leid – Trauer – Geborgenheit

The Drift (2012)

Ich übernahm die musikalische Leitung zu diesem Tanztheaterprojekt von Helge Letonia mit der Musik von Gerhard Stäbler und Kunsu Shim. Das Projekt wurde durch eine Kooperation zwischen dem steptext dance project, Montreal danse, dem Jugendensemble für Neue Musik Rheinland-Pfalz und Saarland realisiert. Aufführungen fanden zwischen April und Juni 2012 in Ludwigshafen, Bremen und Hannover statt.
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Videoauszug

Transition (2011)

Transition= Übergang. Bei diesem Stück für Schlagzeug und Alltagsgeräuschen ging es mir in erster Linie darum, darzustellen wie sich das Schlagzeug aus einer Gruppe von Geräuschnachahmern zu einer eigenständigen und anerkannten Instrumentengruppe etablierte. In mehreren ineinander übergehenden Sätzen werden Schlaginstrumente mit Natur- und Umweltgeräuschen kombiniert. Themen sind unter anderem: Gewitter, das Laufen in der Fußgängerzone und Baustellengeräusche. Wie würden diese „natürlichen“ Geräusche nachgeahmt werden und was war der entscheidende Schritt von Nachahmer zum Solo-Instrument?

Sturmangriff (2010)

„Denn die Kunst ist der Notschrei jener, die an sich das Schicksal der Menschen erleben. Innen, in ihnen, ist die Bewegung der Welt. Nach Außen dringt nur der Widerhall: das Kunstwerk.“ (A. Schönberg)

Sturmangriff ist ein Gedicht von August Stramm, geschrieben 1915 und geprägt von den Erlebnissen der Front.  In dieser Gedichtvertonung wollte ich versuchen, die Eindrücke des Textes in Klänge zu übersetzen. Ist es möglich, einen besseren Eindruck der prägenden Erlebnisse des ersten Weltkrieges zu  erhaschen?

Sound

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